Die Klagen kennen wir von vielen Seiten: Die deutsche Automobilzulieferindustrie steckt im Umbruch – steigende Kosten, Elektromobilität und internationaler Wettbewerb setzen viele Unternehmen unter Druck. Während große Anbieter Stellen abbauen, entwickelt sich der Mittelständler Voss aus Wipperfürth überraschend stabil.
Die Belegschaft wuchs zuletzt auf 8.600 Beschäftigte, der Umsatz soll auf rund 900 Millionen Euro steigen. Treiber sind eine langfristig ausgerichtete Eigentümerstruktur, hohe Reinvestitionen und strategische Flexibilität. "Bei Voss verstehen wir nachhaltigen Erfolg als Ergebnis von klarem Fokus und gezielter Diversifikation – getragen durch die konsequente Weiterentwicklung unserer Kernkompetenzen und deren Technologietransfer in neue Anwendungsfelder", sagt Voss-Geschäftsführer Thomas Röthig und beschreibt damit die Grundlogik hinter der Stabilität des Unternehmens.
Wie machen die das in Wipperfürth?
Voss bleibt zwar stark im Automotive-Geschäft, erschließt aber parallel neue Felder. Ein Schwerpunkt ist das Thermomanagement von Batterien, das auch in Rechenzentren und Energiespeichern Anwendung findet.
Hinzu kommen neue Geschäftsansätze, wie etwa ein sensorgestützter Handschuh zur Qualitätssicherung in der Montage, der Fehler bei Steckverbindungen in Echtzeit erkennt. Solche Entwicklungen erweitern das Portfolio über klassische Komponenten hinaus.
Der Fall Voss zeigt: Auch in einer Branche im Krisenmodus können technologischer Fokus, Diversifikation und ein langer Planungshorizont Wachstum ermöglichen. Sogar die WirtschaftsWoche attestiert Voss: "Dieser Autozulieferer trotzt dem Abwärtstrend der Branche."
Transparenzhinweis: Voss ist ein Kunde von schoesslers, die zur Vogel Communications Group gehört, welche an B2B Moovement beteiligt ist.
